Aktuelles

2022

Der Deutsche Imkerbund e.V. informiert im Oktober 2022

Redaktionsschluss dieser Mitteilung: 15. August 2022


Liebe Imkerinnen und Imker, aus gegebenem Anlass erhalten Sie heute einen monothematischen
Monatstext zum Deutschen Imkertag 2022 in Hamburg.

Zum Monatstext 10.2022

Der Deutsche Imkerbund e.V. informiert im September 2022

Redaktionsschluss dieser Mitteilung: 19. Juli 2022

Liebe Imkerinnen und Imker, lesen Sie heute Informationen aus dem Haus des Imkers in Wachtberg zu den Themen:

  • Das Präsidium tourt durch Mecklenburg-Vorpommern
  • Tag der deutschen Imkerei
  • Neuer Online-Shop

Zum Monatstext

Mit Meldung vom 14.07.2022 wurde im Landkreis Oder-Spree der Ausbruch der Amerikanisch Fraulburt bestätigt.

Das Länderinstitut für Bienenkunde Hohen Neuendorf e.V., wurden vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft beauftragt, die genetische Vielfalt der deutschen Bienenpopulation und die Struktur der Bienenzucht in Deutschland zu untersuchen. Ziele sind zum Beispiel, die Größe der genetischen Vielfalt einzuschätzen, den Einfluss von Züchtern auf die „Landbiene“ zu bestimmen, und die Zufriedenheit und Erwartungen der Imker/Züchter im Hinblick auf ihr „Bienenmaterial“ zu ermitteln. Damit würde es möglich, zukünftige Schutz- und Förderprogramme besser auszurichten.

Die Untersuchung basiert auf zwei Teilen: einem Fragebogen für alle Imker und Züchter, und einer Sammlung von Bienenproben.

Für die Sammlung von Proben möchten wir uns an ausgewählte Ortsvereine des DIB und anderer Imkerverbände wenden, und diesen die nötigen Gefäße und Unterlagen zusenden. Dies ist auch mit dem Bundesvorstand des DIB so abgestimmt. Viele Ortsvereine werden also im April Post von uns erhalten. Die zweite Grundlage der Untersuchung, der Fragebogen, steht im Internet unter beebreed.eu/gm. Es ist für den Erfolg der Aktion sehr wichtig, dass möglichst viele Imkereien sich beteiligen – egal, wie groß oder klein sie sind, und mit welchen Bienen sie arbeiten.

Über Ihre „moralische“ Unterstützung wären wir dabei sehr froh! Vielleicht könnten Sie das nachfolgende Schreiben (Text siehe unten; PDF im Anhang)  an die Mitgliedervereine Ihres Imkerverbandes weiterleiten, und die Vereinsvorsitzenden ebenfalls um eine Weiterleitung an die Vereinsmitglieder bitten?

Die genetische Vielfalt unserer Bienen ist die Grundlage für die Zukunft der Imkerei. Deshalb bedanken wir uns im Voraus ganz herzlich für Ihre Unterstützung!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Andreas Hoppe

Dr. Jakob Wegener

Victoria Viert

Richard Bernstein

  • hier geht es zum Monitoring / Beebreed

Der Deutsche Imkerbund e.V. informiert im August 2022

Redaktionsschluss dieser Mitteilung: 20. Juni 2022

Liebe Imkerinnen und Imker, lesen Sie heute Informationen aus dem Haus des Imkers in Wachtberg zu den Themen:

  • Erfolgreicher Auftritt bei den DLG-Feldtagen
  • Broschüre “Mit Bienen blüht das Leben” überarbeitet
  • Kongress in Brixen zeigt Zukunftslösungen auf
  • Kostenloser Live-Stream zum Deutschen Imkertag in Hamburg

Zum Monatstext

Leider können zum 01.08.2022 keine Anträge auf Neuimkerförderung gestellt werden.

Die EU verschiebt ihr Haushaltsjahr auf jeweils den 01.01. bis zum 31.12., daher können Anträge für
die Förderung von Neuimkern erst ab dem 01.01.2023 gestellt werden.

Gerne können Sie natürlich schon vorab die Zeit nutzen und die theoretische- sowie die praktische Schulung
absolvieren aber bitte denken Sie daran, dass Sie, wenn Sie einen Antrag auf Förderung stellen möchten, noch nicht
mit dem Aufbau einer eigenen Imkerei beginnen.

Mit freundlichen Grüßen

der Landesverband Brandenburgischer Imker e.V.

Amtliche Bekanntmachung des Landkreises Barnim

29. April 2022

Mit Wirkung vom 27. April 2022 wurde in Friedrichswalde und im OT Parlow im Landkreis Barnim die anzeigepflichtige Bienenseuche Amerikanische Faulbrut amtlich festgestellt.

(Meldung vom 29.04.2022)

(Meldung vom 12.04.2022)

Anbei der Link zum Deutschen Imkerbund zur Thematik neues Tierarzneimittelgesetz.

Ebenfalls haben Sie hier die Möglichkeit ein vom Deutschen Imkerbund vorgefertigtes
Bestandsbuch als Download zu erhalten.

Anbei finden Sie Informationen bezüglich des neuen Arzneimittelgesetz (EU) 2019/6, diese wurden uns vom
Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit zur Verfügung gestellt.

Neue Rechtsnormen für Tierarzneimittel gelten auch für die Imkerei
Infobrief des LAVES-Bieneninstituts vom 02. Februar 2022

Am 28.01.2022 ist das neue Tierarzneimittelgesetz (TAMG) in Deutschland in Kraft getreten und mit diesem Tag gilt in der Tierhaltungspraxis zudem in allen Mitglied-staaten der Union auch die Anwendung und Umsetzung der neuen Verordnung (EU) 2019/6 des Europäischen Parlaments über Tierarzneimittel (EU-TAM-VO). Das TAMG verweist mehrfach auf die neue EU-Verordnung, so dass künftig beide Regelwerke zusammen herangezogen werden müssen, wenn es um Tierarzneimittel geht.

Diese Rechtsnormen sind auch für die Imkerei relevant. Dies gilt unabhängig davon, ob die Imkerei in der Freizeit oder auch als Neben- bzw. im Haupterwerb betrieben wird. Honigbienen dienen als landwirtschaftliche Nutztiere bekanntermaßen der Produktion von Lebensmitteln, die für den menschlichen Verzehr vorgesehen sind. Imkerinnen und Imker, die Honig oder andere Bienenprodukte in den Verkehr bringen, müssen sich bei der Anwendung von Tierarzneimitteln an diese rechtlichen Vorgaben halten. Per Definition umfasst das „Inverkehrbringen” die entgeltliche und ebenso unentgeltliche Abgabe an Dritte, mit dem Ziel des Vertriebs, des Verbrauchs oder der Verwendung. Das schließt auch ein Verschenken von Bienenprodukten an Dritte mit ein.

Die Verordnung (EU) 2019/6 umfasst neue Bestimmungen zu den Zulassungs-verfahren und Maßnahmen nach der Zulassung, der Herstellung, der Ein- und Ausfuhr, der Abgabe, der Anwendung von Tierarzneimitteln, sowie zu Sanktionen und Beschränkungen. Die Verordnung gilt unmittelbar seit dem 28.01.2022 in allen europäischen Mitgliedsstaaten. Mit ihr wird die bislang geltende Tierarzneimittel-Richtlinie (2001/82/EG) abgelöst. Einige Punkte werden nicht direkt durch die neue Verordnung (EU) 2019/6 geregelt. Dazu dienen ergänzende, delegierte Rechtsakte, die teilweise noch zu erlassen sind. Ergänzend gilt aber schon jetzt das neue Tierarzneimittelgesetz als eigenständiges Tierarzneimittelrecht für Deutschland.

■ Per Begriffsbestimmung sind „Tierarzneimittel“ umfassend definiert

Unter „Tierarzneimitteln“ versteht die neue Verordnung (EU) 2019/6 unter anderem „alle Stoffe oder Stoffzusammenstellungen, die mindestens eine der nachstehenden Voraussetzungen erfüllen:

a) sie sind zur Heilung oder zur Verhütung von Tierkrankheiten bestimmt;

b) sie sind dazu bestimmt, im oder am tierischen Körper angewendet oder einem Tier verabreicht zu werden, um entweder die physiologischen Funktionen durch eine pharmakologische, immunologische oder metabolische Wirkung wiederherzustellen, zu korrigieren oder zu beeinflussen;

c) sie sind dazu bestimmt, bei Tieren zum Zweck einer medizinischen Diagnose verwendet zu werden;

d) sie sind zur Euthanasie von Tieren bestimmt.“

Somit wird schon in der Begriffsbestimmung (Artikel 4, Absatz 1) der Verordnung ein Tierarzneimittel sehr umfassend definiert. Wie bislang auch, dürfen grundsätzlich nur zugelassene Tierarzneimittel in der Imkerei angewendet werden.

Wichtig! Alle Tierarzneimittel dürfen zudem nur gemäß ihrer spezifischen Zulassung angewendet werden.

Dem widmet die neue EU-Verordnung einen extra Passus unter dem Artikel 106 (1). Dort heißt es „Tierarzneimittel werden in Übereinstimmung mit den Zulassungs-bedingungen angewendet.“ Konkret bedeutet das für die imkerliche Praxis, alle Varroazide und damit auch die freiverkäuflichen dürfen nur zulassungskonform angewendet werden. So sieht es auch das neue Tierarzneimittelgesetz vor. In Deutschland sind beispielsweise bei der Anwendung der Oxalsäure zur Varroa-Bekämpfung bislang die Träufel- und Sprühanwendung zugelassen. Damit gelten andere Applikationsformen, wie das Verdampfen und das (Kalt)Vernebeln von Oxalsäure, weiterhin als nicht zugelassen und damit verboten.

■ Neue Zulassungsvorrausetzungen für Tierarzneimittel

Ein weiterer, gewichtiger Erwägungspunkt für die neue EU-Verordnung betrifft die Tierarzneimittel-Zulassung. Das schließt unter anderem auch Vereinfachungen beim Zulassungsverfahren ein. Diese Neuerungen wirken sich in Deutschland konkret auf bestehende Zulassungen einiger Varroazide aus. Das Verfahren der sogenannten Standardzulassung, das es bislang nur in Deutschland gab, fällt jetzt gänzlich weg. Die bislang so zugelassenen Varroazide dürfen jedoch mit einer Übergangsfrist bis zum Jahre 2027 weiterhin in der Praxis angewendet werden. Das gilt für alle Varroazide, die mit dem Zusatz „ad us. vet.“ (zum tierärztlichen Gebrauch) gekennzeichnet sind: Ameisensäure 60 %, Formivar® 60 %, Milchsäure 15 %, Oxalsäure-dihydrat-Lösung 3,55 (m/V) und Oxuvar® Oxalsäuredihydrat-Lösung 3,5 % (m/V). Etwaige Bevorratung durch die Imkerschaft ist wegen der gewährten Übergangsfrist komplett unnötig. Wir raten davon sogar ab, denn auch diese Tierarzneimittel unterliegen einem begrenzten Haltbarkeitsdatum.

Aus dieser Situation heraus bedarf es deshalb entsprechender Zulassungsanträge von Firmen, die zukünftig Varroazide für die Imkerei vertreiben wollen. Um die Verfügbarkeit von Tierarzneimitteln innerhalb der Union auch für kleine Märkte zu verbessern, wie dies für den Imkereisektor gilt, sieht die neue EU-Verordnung vor, auch Zulassungen zu erteilen, ohne dass ein komplettes Dossier für den Antrag vorgelegt werden muss. Grundlage kann dann eine Nutzen-Risiko-Bewertung der Situation und falls nötig besondere Verpflichtungen sein. Das alles lässt berechtigt darauf hoffen, dass nach der gewährten Übergangsfrist neue Zulassungen und Applikationsformen von bewährten Varroaziden durch Firmen zuvor erwirkt wurden.

Sämtliche Arzneimittel-Anwendung müssen vom Eigentümer bzw. Halter für die zur Lebensmittelgewinnung dienenden Tiere detailliert dokumentiert werden

Das gilt uneingeschränkt auch für alle Bienenhalter. Die Pflicht zur Buchführung beziehungsweise zur Nachweispflicht gilt für alle angewendeten Arzneimittel beziehungsweise Varroazide in der Imkerei. Das ist ganz unabhängig davon, ob es sich um verschreibungs-, apothekenpflichtige oder freiverkäufliche für Bienen zugelassene Tierarzneimittel handelt. Diese Dokumentation (Bestandsbuch) muss zudem für fünf Jahre zur Kontrolle durch die zuständigen Behörden zur Verfügung stehen. Im Fall von verschreibungspflichtigen Tierarzneimitteln kann zur Dokumentation auch eine Kopie der tierärztlichen Verschreibung verwendet werden.

■ Die Einhaltung der Vorgaben der EU-Verordnung und des TAMG in der Imkerei kann beziehungsweise wird zukünftig behördlich überprüft

Zur Überprüfung, ob die neue EU-Verordnung und das TAMG tatsächlich eingehalten werden, führen die zuständigen Behörden entsprechende Kontrollen unter anderem auch bei Eigentümern und Haltern von der Lebensmittelgewinnung dienenden Tieren durch. Das gilt also auch für die Imkerei. Einzelheiten dazu sind im Artikel 123 in der neuen Verordnung festgeschrieben.

Beide Rechtsnormen dürften für die nächsten Jahrzehnte den rechtlichen Rahmen für den Medikamenteneinsatz in der Imkerei und der Tiermedizin vorgeben.